So gelingt der gesunde Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag
Burnout bei Führungskräften ist längst kein Randphänomen mehr. Immer mehr Menschen in leitenden Positionen erleben emotionale Erschöpfung, Überforderung und den Verlust der eigenen Führungskraft. Doch was passiert nach dem Zusammenbruch? Wie gelingt der Wiedereinstieg nach einem Burnout – und was brauchen Führungskräfte wirklich?
Als ich im August von der FAZ zum Thema „Führung und Burnout“ interviewt wurde, war mir sofort klar: Dieses Thema braucht mehr Raum. Denn der Weg zurück in den Arbeitsalltag ist oft komplexer, als viele denken. Die Rückkehr ist kein einfacher Neustart – sie ist ein sensibler Übergang, der sowohl Klarheit als auch Unterstützung braucht.
Burnout ist nicht nur individuell – sondern oft systemisch bedingt
In der öffentlichen Wahrnehmung wird Burnout häufig als individuelles Versagen oder als Zeichen mangelnder Belastbarkeit dargestellt. Doch in meiner Arbeit mit Führungskräften zeigt sich immer wieder: Burnout entsteht oft in einem Kontext, der chronische Überforderung, fehlende Wertschätzung und unklare Rollen begünstigt.
Systemische Faktoren, die Burnout begünstigen:
• Permanenter Zeitdruck und hohe Komplexität
• Unklare Verantwortlichkeiten und Rollenkonflikte
• Fehlende psychologische Sicherheit im Team
• Führungskultur, die Leistung über Menschlichkeit stellt
Ein gesunder Wiedereinstieg braucht daher nicht nur individuelle Strategien – sondern auch eine kritische Reflexion der organisationalen Rahmenbedingungen.
Typische Herausforderungen beim Wiedereinstieg nach einem Burnout
Viele meiner Klient:innen berichten, dass sie sich vor dem ersten Arbeitstag nach dem Burnout fühlen wie vor einem Vorstellungsgespräch – obwohl sie in ihr eigenes Büro zurückkehren. Diese Unsicherheit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck einer tiefgreifenden Erfahrung.
Herausforderungen für Führungskräfte nach einem Burnout:
• Innere Unsicherheit: Bin ich wieder belastbar? Was denken andere?
• Externe Erwartungen: „Jetzt bist du ja wieder da – also los!“
• Fehlende Strukturen: Kein klarer Wiedereinstiegsprozess, keine Begleitung
• Stigmatisierung: Die Angst, als „nicht mehr belastbar“ zu gelten
5 Impulse für einen gesunden Wiedereinstieg in die Führungsrolle
In meiner Arbeit als Coach für Führungskräfte geht es nicht nur um den Wiedereinstieg – sondern um eine neue Qualität von Führung. Hier sind fünf zentrale Impulse, die sich in der Praxis bewährt haben:
1. Psychologische Sicherheit schaffen
Ein offenes Gespräch mit Vorgesetzten oder HR kann helfen, Erwartungen zu klären und Ängste zu nehmen. Wichtig: Nicht alles muss offengelegt werden – aber Klarheit über die nächsten Schritte ist essenziell.
2. Rollenklärung und Prioritäten setzen
Was bleibt, was verändert sich? Welche Aufgaben sind wirklich relevant? Eine bewusste Rollenklärung hilft, Überforderung zu vermeiden und Fokus zu gewinnen.
3. Selbstführung stärken
Neue Routinen, klare Grenzen und regelmäßige Reflexion sind zentrale Elemente, um langfristig gesund zu führen.
4. Teamkommunikation gestalten
Offenheit ist wichtig – aber nicht alles muss geteilt werden. Führung bedeutet auch, den Rahmen für Vertrauen und Zusammenarbeit neu zu setzen.
5. Professionelle Begleitung durch Coaching oder Supervision
Der Wiedereinstieg ist ein Prozess. Coaching hilft, blinde Flecken zu erkennen, Ressourcen zu aktivieren und neue Perspektiven zu entwickeln.
Führung neu denken nach dem Burnout
Ich begleite Führungskräfte nicht nur beim Wiedereinstieg – sondern dabei, ihre Rolle neu zu definieren. Dabei geht es um mehr als Resilienz. Es geht um eine Führung, die auf Klarheit, Empathie und Selbstverantwortung basiert. Eine Führung, die nicht ausbrennt, sondern inspiriert.
Ob im Einzelcoaching, in Workshops oder in begleiteten Reflexionsformaten: Mein Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Führungskräfte wieder in ihre Kraft kommen – und diese Kraft bewusst und nachhaltig einsetzen.
Wenn du selbst Führungskraft bist und nach einem Burnout wieder in den Arbeitsalltag einsteigst – oder jemanden in deinem Unternehmen dabei begleiten möchtest – melde dich gerne bei mir. Gemeinsam gestalten wir den Weg zurück nicht nur sicher, sondern sinnvoll.
Der Sommer ist da – und mit ihm eine seltene Gelegenheit: Der Kalender wird etwas leerer, Meetings werden verschoben, und das Tempo im Arbeitsalltag verlangsamt sich etwas. Für viele Führungskräfte ist das zunächst ungewohnt. Denn wer sonst im Hochleistungsmodus unterwegs ist, erlebt die plötzliche Ruhe nicht selten als Herausforderung – oder vielleicht auch als Einladung. Einladung wozu? Zum Nachdenken und Reflektieren. Und vielleicht auch zum Neuausrichten. In meiner Arbeit mit Führungskräften erlebe ich immer wieder: Die wirklich wichtigen Fragen stellen sich nicht zwischen zwei Calls oder im vollen Terminkalender. Sie tauchen auf, wenn es ruhiger wird. Und genau diesen Raum bietet der Sommer – wenn wir ihn bewusst nutzen. Warum gerade jetzt? Die Sommermonate sind nicht nur eine Zeit der Erholung, sondern auch eine Phase, in der wir mit etwas Abstand auf das erste Halbjahr blicken können. Was hat mir Energie gegeben? Was hat Kraft gekostet? Was darf sich verändern? Gerade für Menschen in Verantwortung ist es essenziell, regelmäßig innezuhalten – nicht erst, wenn der Körper oder die Psyche ein Stoppschild setzen. Der Sommer kann ein wertvoller Moment sein, um sich selbst wieder stärker in den Blick zu nehmen. Reflexionsimpulse für den Sommer Hier findest du einige Fragen, die dich in dieser Zeit begleiten können. Vielleicht nimmst du dir eine Stunde, vielleicht nur zehn Minuten – wichtig ist, dass du ehrlich mit dir selbst bist: Wo stehe ich gerade – beruflich und persönlich? • Was läuft gut? • Was kostet mich (zu viel) Energie? • Was habe ich in den letzten Monaten über mich gelernt? Was möchte ich loslassen? • Gibt es Aufgaben, Rollen oder Erwartungen, die nicht mehr zu mir passen? • Welche Routinen oder Denkweisen darf ich hinter mir lassen? Was wünsche ich mir für die zweite Jahreshälfte? • Welche Ziele sind mir wirklich wichtig? • Was möchte ich stärken – in mir, in meinem Team, in meiner Führung? Wie sorge ich für mich selbst – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag? • Welche kleinen Rituale tun mir gut? • Wie kann ich Pausen besser in meinen Führungsalltag integrieren? Einladung zum Austausch Diese Fragen sind ein Anfang. Vielleicht hast du eigene Wege gefunden, im Sommer innezuhalten und dich neu auszurichten. Wenn du dich dazu austauschen möchtest, teile deine Gedanken gerne auf LinkedIn oder melde dich gerne für einen persönlichen Austausch.

LEGO® SERIOUS PLAY® ist mehr als nur eine kreative Workshopmethode – es ist ein echter Gamechanger für komplexe Themen, Teamprozesse und Change-Projekte. Beim Barcamp von hello agile in Berlin durfte ich nicht nur spannende Sessions erleben, sondern auch selbst eine geben. In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Learnings, zeige, wie ich die Methode aktuell einsetze und wie ich sie zukünftig nutzen möchte. Was ist LEGO® SERIOUS PLAY®? LEGO® SERIOUS PLAY® (kurz: LSP) ist eine moderierte Methode zur Problemlösung, Strategieentwicklung und Teambildung. Ursprünglich von LEGO® in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen entwickelt, basiert sie auf Erkenntnissen aus Psychologie, Systemtheorie und Konstruktivismus. Die Idee: Durch das Bauen von Modellen mit LEGO®-Steinen werden Gedanken sichtbar, greifbar und diskutierbar – und das auf eine Weise, die alle Beteiligten einbezieht. Die Methode eignet sich besonders gut, um: • komplexe Themen zu strukturieren, • gemeinsame Visionen zu entwickeln, • Teamdynamiken sichtbar zu machen, • und kreative Lösungen zu fördern. Aktuell nutze ich LEGO® SERIOUS PLAY® in Workshops zu Themen wie zum Beispiel: • Change Management (z. B. Einführung neuer Arbeitskonzepte) • Führung im Tandem • Feedbackkultur und Teamreflexion • Check-ins und Energizer Was mich an der Methode begeistert? Sie ist schnell, tiefgründig und inklusiv. In kurzer Zeit entstehen greifbare Ergebnisse, eine gemeinsame Sprache und echte Aha-Momente. Meine Highlights vom LEGO® SERIOUS PLAY® Barcamp in Berlin Das Barcamp war ein echtes Feuerwerk an Inspiration. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Teilnehmenden und Einsatzkontexte. Ich habe unter anderem Sessions besucht zu: • LEGO® SERIOUS PLAY® in Großgruppen – spannende Ansätze zur Skalierung der Methode • Interkulturelle Aspekte bei internationalen Workshops • Energizer-Formate mit der Community – direkt ausprobiert und für gut befunden! Ein persönliches Highlight war die Session zur Persönlichkeitsanalyse mit LEGO® SERIOUS PLAY®. Es war super direkt auszuprobieren, wie Persönlichkeitsmerkmale durch LSP Modelle sichtbar gemacht werden können. Das passt perfekt zu meiner eigenen Arbeit – denn ich nutze den LINC Personality Profiler (LPP) für Persönlichkeitsanalysen und sehe großes Potenzial, ihn künftig mit LEGO® SERIOUS PLAY® zu kombinieren. Meine eigene Session: Performance Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® Ich hatte auch die Gelegenheit, selbst eine Session zu gestalten. Darin habe ich gezeigt, wie ich LEGO® SERIOUS PLAY® in der Entwicklung eines Performance Management Systems eingesetzt habe. Ein abstraktes und komplexes Thema, das mit dem LSP schnell greifbar und konkret wurde. Besonders wertvoll war das Feedback der Teilnehmenden, das ich direkt in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen lassen kann. Das Barcamp hat mir nochmal deutlich gemacht, wie viel Potenzial in der Kombination verschiedener Methoden steckt. Deswegen möchte künftig LEGO® SERIOUS PLAY® mit Persönlichkeitsdiagnostik (LPP) verbinden und so Teams in ihrer Entwicklung und bei der Verbesserung ihrer Zusammenarbeit unterstützen. Natürlich werde ich es auch weiterhin für Change Themen verwenden und freue mich schon auf meinen nächsten Workshop! Du möchtest LEGO® SERIOUS PLAY® in deinem Team oder Unternehmen einsetzen? Dann melde dich gerne bei mir – ich freue mich auf den Austausch!

Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als den Frühling, um nicht nur die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, sondern auch die inneren Muster und Gewohnheiten zu überdenken. Unsere Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Alltags und beeinflussen, wie wir unsere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit einsetzen. Doch nicht alle Gewohnheiten, die wir uns im Laufe der Zeit aneignen, bleiben für immer hilfreich. Das bewusste Überdenken und Loslassen alter Gewohnheiten kann Raum für Neues schaffen, sondern stärkt auch unsere mentale Klarheit und fördert persönliches Wachstum. Ähnlich wie ein vollgestopfter Kleiderschrank, der uns den Blick auf die Lieblingsstücke versperrt, können alte Gewohnheiten verhindern, dass wir neue und bessere Routinen etablieren. Indem wir uns von diesen Altlasten befreien, gewinnen wir die Freiheit, unsere Ziele mit frischem Elan zu verfolgen und eine tiefere Verbindung zu unserem eigenen Potenzial zu entwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir fünf effektive Strategien, wie du dich von alten Gewohnheiten verabschieden und Platz für Veränderungen schaffen kannst – sowohl mental als auch in deinem Alltag. 1. Selbstreflexion: Was hält dich zurück? Bevor du Veränderungen angehen kannst, ist es wichtig, die alten Muster zu erkennen. Nimm dir Zeit, um bewusst zu analysieren, welche Gewohnheiten dir nicht mehr guttun. Journaling oder ein Gespräch mit einer Vertrauensperson können dabei helfen, Klarheit zu gewinnen. 2. Visualisierung eines neuen Kapitels Stell dir vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du die alte Gewohnheit loslässt. Male dir aus, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen. Diese positive Visualisierung kann motivieren und dir den ersten Impuls geben, die Veränderung zu starten. 3. Setze kleine, erreichbare Ziele Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht. Alles auf einmal zu verändern, funktioniert nicht. Nimm dir kleine Ziele vor oder teile große Ziele in kleine, machbare Schritte auf. 4. Platz für Neues Eine neue Routine kann helfen, alte Muster zu ersetzen. Zum Beispiel kannst du negative Gedanken durch tägliche Dankbarkeitsübungen umwandeln. Jede kleine, bewusste Änderung in deinem Alltag kann langfristig große Wirkung zeigen. 5. Schaffe Platz – physisch und emotional Unordnung im Außen spiegelt oft Unordnung im Inneren wider. Durch das Aufräumen deines Umfelds kannst du auch mental Klarheit schaffen. Spende Altes, das du nicht mehr brauchst, und schaffe Platz für Neues – sowohl in deinem Zuhause als auch in deinem Kopf. Zum Schluss noch ein Gedanke: Der Frühjahrsputz für den Kopf ist kein einmaliger Prozess. Es ist eine bewusste Entscheidung, immer wieder loszulassen, was dich nicht mehr erfüllt, und Raum für Wachstum und Veränderung zu schaffen.

Der Februar ist ein Monat des Übergangs und der Erneuerung. Während der Winter langsam dem Frühling Platz macht, haben wir die Gelegenheit, über unsere eigenen Neuanfänge nachzudenken. Der Dry January, die Januar-Challenges und die guten Vorsätze sind für die meisten vorbei – mehr oder weniger konsequent umgesetzt. Nach dem Jahreswechsel ist der Februar der etwas „leisere“ Neustart für viele und damit auch eine Chance, Veränderungen wirklich nachhaltig zu gestalten. Die Bedeutung des Neuanfangs Ein Neuanfang kann auf viele Arten erfolgen: sei es durch das Setzen neuer Ziele, das Überwinden alter Gewohnheiten oder das Finden neuer Inspirationen. Veränderungen können beängstigend sein und Unsicherheiten auslösen, aber sie bieten auch die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und neue Wege auszuprobieren. Wie lässt sich das einfach und erfolgreich gestalten? Eine simple Übung, die ich gerne in Retros nutze, kannst du gut für deine individuelle Reflexion vor deinem Neuanfang nutzen: Start-Stop-Continue. Was sind deine konkreten 1-2 Ziele, die du erreichen möchtest? Zeichne dir eine Tabelle mit den drei Kategorien Start, Stop, Continue und reflektiere deine Routinen und dein Verhalten: • Start : Was sind maximal 3 Dinge, die du in den nächsten Wochen starten möchtest, um deinen Zielen näher zu kommen? Werde möglichst konkret dabei! • Stop : Was sind Dinge, die du nicht mehr machen möchtest? • Continue : Was möchtest du unbedingt beibehalten, weil es dir bereits heute guttut oder hilfreich ist? Überlege dir abschließend, wer dich ggf. bei diesen Schritten unterstützen kann. Diese simple Übung kann dir helfen, deinen Neustart erfolgreich umzusetzen. Insbesondere, wenn du sie regelmäßig (zum Beispiel quartalsweise) machst, kannst du dich so immer auf die nächsten konkreten Schritte konzentrieren und reflektieren, was bereits gut funktioniert und dich wirklich weiterbringt. Wichtig dabei: Sei nicht zu streng mit dir, wenn nicht alles sofort klappt. Es erfordert sicher etwas Übung, sowohl die Ziele als auch deine Schritte so zu formulieren, dass sie konkret genug, gut umsetzbar und messbar sind. Es ist normal und völlig in Ordnung, wenn nicht alles sofort funktioniert. Außerdem: Es ist in Ordnung, sich Unterstützung zu suchen, wenn du das Gefühl hast, dass es dir damit leichter fällt, diese Veränderungen umzusetzen. In manchen Fällen kann das ein*e Partner*in, Freund*in, Familie sein oder vielleicht auch eine Mentor*in oder Coach. Ein Neuanfang muss nicht kompliziert sein. Mit klaren Zielen und der einfachen Start-Stop-Continue-Übung kannst du den Februar nutzen, um Veränderungen in deinem Leben erfolgreich und nachhaltig zu gestalten. Egal, ob es sich um kleine oder große Veränderungen handelt – jeder Schritt in Richtung deiner Ziele ist ein Erfolg. Und denk daran: Es ist in Ordnung, Unterstützung zu suchen und auf dem Weg zum Erfolg geduldig mit sich selbst zu sein.



