Abschiede im Change – warum wir sie brauchen und warum sie so selten gelingen

Vor Kurzem habe ich ein Projekt beendet, das mich über zwei Jahre begleitet hat. Es war eine der intensiveren Zusammenarbeiten der letzten Jahre: eine SAP‑Einführung, in der ich eng mit einem Organisationsentwicklungsteam gearbeitet habe. In dieser Zeit sind wir als Team durch unterschiedliche Phasen gegangen – operative Hektik, Krisen, Konflikte, aber auch viele Momente echter Zusammenarbeit, gemeinsamer Erfolge und spürbarer Entwicklung.


Der Abschied aus diesem Projekt hat mich überrascht. Nicht wegen seines Timings, sondern wegen seiner Qualität und weil ich bis zuletzt versucht habe ihn zu verdrängen.

Das Team hat einen Rahmen geschaffen, in dem nicht nur der Abschluss des Projekts markiert wurde, sondern auch die gemeinsame Zeit als Zusammenarbeit zwischen Menschen. Wir haben uns noch einmal bewusst über unsere Erfahrungen ausgetauscht, über das, was wir voneinander gelernt haben, und darüber, wie sich jede einzelne Person in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt hat. Ein gemeinsames Keramik‑Bemalen war der sichtbare Abschluss dieses Weges: Jede Person gestaltete ein Teil, das nun seinen Weg zu mir findet – ein sehr konkretes Symbol für eine Zeit, die mich geprägt hat.


Solche Erfahrungen habe ich in vielen Organisationen gemacht, in unterschiedlichen Rollen und Konstellationen. Trotzdem hat mich dieser Abschied besonders berührt: weil Wertschätzung selbstverständlich war, weil Emotionen Platz hatten, und weil ich auch als externe Begleiterin nicht nur als Rolle, sondern als Mensch gesehen wurde.


Diese Erfahrung hat mich noch einmal daran erinnert, wie zentral Abschiede für Veränderungsprozesse sind und wie häufig sie im organisationalen Alltag kaum Beachtung finden. Genau deshalb lohnt es sich, einen Blick auf dieses oft unterschätzte Thema zu werfen.


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Veränderungen scheitern selten an Konzepten oder Zielbildern. Sie scheitern daran, dass etwas Altes endet und niemand diesen Abschied gestaltet. In Organisationen wird häufig über Visionen, Strategien oder Roadmaps gesprochen, aber kaum über die Routinen, Sicherheiten oder Identitäten, die Menschen loslassen müssen, um tatsächlich im Neuen anzukommen. Genau hier beginnt der oft unterschätzte, aber entscheidende Teil jeder Veränderung.


Abschied ist ein emotionaler Prozess. Und Emotionen verschwinden nicht, nur weil sie im professionellen Kontext „nicht vorgesehen“ sind. Wenn etwas endet, erzeugt das Reaktionen wie Verunsicherung, Widerstand oder Trauer; unabhängig davon, wie gut jemand in seinem Job ist. Diese Emotionalität zu ignorieren, führt fast immer zu verdeckten Dynamiken, die Transformationen ausbremsen. Widerstand ist in solchen Situationen kein Mangel an Loyalität oder Kompetenz, sondern eine natürliche Reaktion auf Verlust.


Dass Organisationen Schwierigkeiten mit Abschieden haben, liegt auch an ihrer Kultur. Veränderung soll möglichst reibungslos ablaufen: effizient, faktenbasiert, zielorientiert. Vieles, was diese Art des Change-Managements ausmacht, ist jedoch strukturell nicht in der Lage, mit inneren Prozessen umzugehen. Wenn Führungskräfte dann ausschließlich auf Projektpläne, Prozesse oder KPIs schauen, entsteht ein blinder Fleck. Menschen können nicht voll ins Neue gehen, wenn sie das Alte nicht bewusst hinter sich gelassen haben. Es ist, als würden sie mit einem Bein weiter im bisherigen System stehen.


Ein wichtiger Schlüssel liegt darin, klar zu benennen, was tatsächlich endet. Diese Klarheit fehlt oft: Statt präziser Aussagen erleben Mitarbeitende diffuse Ankündigungen oder unvollständige Informationen. Doch erst, wenn klar ist, welche Aufgaben, Erwartungen oder Strukturen künftig wegfallen, bekommen Menschen die Orientierung, die sie für ihren eigenen Übergang brauchen. Abschied braucht Sprache – konkret und ehrlich.


Für den Übergang selbst beschreibt William Bridges die „Neutral Zone“: eine Phase, in der das Alte vorbei ist, das Neue aber noch nicht stabil. Diese Zwischenzeit fühlt sich häufig chaotisch an, birgt aber gleichzeitig die Chance, Neues auszuprobieren und Routinen neu zu gestalten. Veränderung ist zu diesem Zeitpunkt weniger eine Frage der Planung, sondern eine Frage des Aushaltens und Begleitens.


Rituale können in solchen Situationen eine wichtige Rolle spielen. Nicht im Sinne von Kitsch oder symbolischer Folklore, sondern als soziale Technik. Ein bewusst gestalteter Abschluss. Ob durch eine Retrospektive der bisherigen Zusammenarbeit, eine Übergabe alter Verantwortlichkeiten oder ein Gespräch darüber, was gut funktioniert hat und nun dennoch endet schafft Bedeutung und ermöglicht Loslassen. Rituale strukturieren das, wofür der Alltag meistens keinen Rahmen bietet: den Moment, an dem klar wird, dass etwas wirklich vorbei ist.


Die Rolle der Führung ist in diesem Prozess zentral. Führungskräfte müssen nicht alle Emotionen „lösen“, aber sie sollten sie anerkennen können. Dazu gehört auch, selbst wahrzunehmen, welches eigene Loslassen ansteht. Wenn eine Führungskraft spürt, dass sie Einfluss, Routine oder Stabilität verliert, wirkt sich das auf das Team aus. Eine reflektierte Haltung ermöglicht es, den Abschied anderer nicht als Störung, sondern als Teil des Weges zu sehen.

Fehlen Abschiede, bleibt Veränderung ein technisches Projekt statt einer echten Transformation. Teams arbeiten mit alten und neuen Routinen gleichzeitig, Konflikte verhärten sich unnötig, und das Neue bleibt brüchig. Abschiede bewusst zu gestalten ist daher kein „Soft-Thema“, sondern eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltigen Wandel.


Was Führungskräfte im Abschied konkret tun können

Führungskräfte brauchen dafür keine großen Interventionen. Ich finde aber diese kleinen Schritte helfen enorm:

·       Benenne verständlich, was endet und was nicht. Unklarheit ist einer der größten Saboteure von Veränderungsbereitschaft.

·       Anerkennung ausdrücken und damit das Alte wertzuschätzen bedeutet nicht, den Wandel infrage zu stellen. Es bedeutet, die Realität der Menschen ernst zu nehmen.

·       Emotionen Raum geben: Abschied löst Gefühle aus. Du musst sie nicht „reparieren“, aber eben auch nicht ignorieren.

·       Den Übergang bewusst begleiten: Mach deutlich, dass die Phase zwischen Alt und Neu chaotisch sein darf. Menschen brauchen die Erlaubnis, diese Phase nicht als persönliches Scheitern zu interpretieren.

·       Selbstreflexion: Was lässt du selbst los? Welche Sicherheiten verlieren sich für dich? Diese Selbstklärung entscheidet darüber, wie stabil du führen kannst.

 

Welche Aufgabe, Routine oder Erwartung müsste in deinem Team eigentlich bewusst verabschiedet werden, damit das Neue wirklich greifen kann? Notiere dir heute eine Sache, die enden darf und überlege dir, wie ihr diesen Abschied sichtbar gestalten könnt.





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Der Sommer ist da – und mit ihm eine seltene Gelegenheit: Der Kalender wird etwas leerer, Meetings werden verschoben, und das Tempo im Arbeitsalltag verlangsamt sich etwas. Für viele Führungskräfte ist das zunächst ungewohnt. Denn wer sonst im Hochleistungsmodus unterwegs ist, erlebt die plötzliche Ruhe nicht selten als Herausforderung – oder vielleicht auch als Einladung. Einladung wozu? Zum Nachdenken und Reflektieren. Und vielleicht auch zum Neuausrichten. In meiner Arbeit mit Führungskräften erlebe ich immer wieder: Die wirklich wichtigen Fragen stellen sich nicht zwischen zwei Calls oder im vollen Terminkalender. Sie tauchen auf, wenn es ruhiger wird. Und genau diesen Raum bietet der Sommer – wenn wir ihn bewusst nutzen. Warum gerade jetzt? Die Sommermonate sind nicht nur eine Zeit der Erholung, sondern auch eine Phase, in der wir mit etwas Abstand auf das erste Halbjahr blicken können. Was hat mir Energie gegeben? Was hat Kraft gekostet? Was darf sich verändern? Gerade für Menschen in Verantwortung ist es essenziell, regelmäßig innezuhalten – nicht erst, wenn der Körper oder die Psyche ein Stoppschild setzen. Der Sommer kann ein wertvoller Moment sein, um sich selbst wieder stärker in den Blick zu nehmen. Reflexionsimpulse für den Sommer Hier findest du einige Fragen, die dich in dieser Zeit begleiten können. Vielleicht nimmst du dir eine Stunde, vielleicht nur zehn Minuten – wichtig ist, dass du ehrlich mit dir selbst bist: Wo stehe ich gerade – beruflich und persönlich? • Was läuft gut? • Was kostet mich (zu viel) Energie? • Was habe ich in den letzten Monaten über mich gelernt? Was möchte ich loslassen? • Gibt es Aufgaben, Rollen oder Erwartungen, die nicht mehr zu mir passen? • Welche Routinen oder Denkweisen darf ich hinter mir lassen? Was wünsche ich mir für die zweite Jahreshälfte? • Welche Ziele sind mir wirklich wichtig? • Was möchte ich stärken – in mir, in meinem Team, in meiner Führung? Wie sorge ich für mich selbst – nicht nur im Urlaub, sondern im Alltag? • Welche kleinen Rituale tun mir gut? • Wie kann ich Pausen besser in meinen Führungsalltag integrieren? Einladung zum Austausch Diese Fragen sind ein Anfang. Vielleicht hast du eigene Wege gefunden, im Sommer innezuhalten und dich neu auszurichten. Wenn du dich dazu austauschen möchtest, teile deine Gedanken gerne auf LinkedIn oder melde dich gerne für einen persönlichen Austausch.
von Anna-Lisa Hecht • 16. Mai 2025
LEGO® SERIOUS PLAY® ist mehr als nur eine kreative Workshopmethode – es ist ein echter Gamechanger für komplexe Themen, Teamprozesse und Change-Projekte. Beim Barcamp von hello agile in Berlin durfte ich nicht nur spannende Sessions erleben, sondern auch selbst eine geben. In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Learnings, zeige, wie ich die Methode aktuell einsetze und wie ich sie zukünftig nutzen möchte. Was ist LEGO® SERIOUS PLAY®? LEGO® SERIOUS PLAY® (kurz: LSP) ist eine moderierte Methode zur Problemlösung, Strategieentwicklung und Teambildung. Ursprünglich von LEGO® in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen entwickelt, basiert sie auf Erkenntnissen aus Psychologie, Systemtheorie und Konstruktivismus. Die Idee: Durch das Bauen von Modellen mit LEGO®-Steinen werden Gedanken sichtbar, greifbar und diskutierbar – und das auf eine Weise, die alle Beteiligten einbezieht. Die Methode eignet sich besonders gut, um: • komplexe Themen zu strukturieren, • gemeinsame Visionen zu entwickeln, • Teamdynamiken sichtbar zu machen, • und kreative Lösungen zu fördern. Aktuell nutze ich LEGO® SERIOUS PLAY® in Workshops zu Themen wie zum Beispiel: • Change Management (z. B. Einführung neuer Arbeitskonzepte) • Führung im Tandem • Feedbackkultur und Teamreflexion • Check-ins und Energizer Was mich an der Methode begeistert? Sie ist schnell, tiefgründig und inklusiv. In kurzer Zeit entstehen greifbare Ergebnisse, eine gemeinsame Sprache und echte Aha-Momente. Meine Highlights vom LEGO® SERIOUS PLAY® Barcamp in Berlin Das Barcamp war ein echtes Feuerwerk an Inspiration. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Teilnehmenden und Einsatzkontexte. Ich habe unter anderem Sessions besucht zu: • LEGO® SERIOUS PLAY® in Großgruppen – spannende Ansätze zur Skalierung der Methode • Interkulturelle Aspekte bei internationalen Workshops • Energizer-Formate mit der Community – direkt ausprobiert und für gut befunden! Ein persönliches Highlight war die Session zur Persönlichkeitsanalyse mit LEGO® SERIOUS PLAY®. Es war super direkt auszuprobieren, wie Persönlichkeitsmerkmale durch LSP Modelle sichtbar gemacht werden können. Das passt perfekt zu meiner eigenen Arbeit – denn ich nutze den LINC Personality Profiler (LPP) für Persönlichkeitsanalysen und sehe großes Potenzial, ihn künftig mit LEGO® SERIOUS PLAY® zu kombinieren. Meine eigene Session: Performance Management mit LEGO® SERIOUS PLAY® Ich hatte auch die Gelegenheit, selbst eine Session zu gestalten. Darin habe ich gezeigt, wie ich LEGO® SERIOUS PLAY® in der Entwicklung eines Performance Management Systems eingesetzt habe. Ein abstraktes und komplexes Thema, das mit dem LSP schnell greifbar und konkret wurde. Besonders wertvoll war das Feedback der Teilnehmenden, das ich direkt in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen lassen kann. Das Barcamp hat mir nochmal deutlich gemacht, wie viel Potenzial in der Kombination verschiedener Methoden steckt. Deswegen möchte künftig LEGO® SERIOUS PLAY® mit Persönlichkeitsdiagnostik (LPP) verbinden und so Teams in ihrer Entwicklung und bei der Verbesserung ihrer Zusammenarbeit unterstützen. Natürlich werde ich es auch weiterhin für Change Themen verwenden und freue mich schon auf meinen nächsten Workshop! Du möchtest LEGO® SERIOUS PLAY® in deinem Team oder Unternehmen einsetzen? Dann melde dich gerne bei mir – ich freue mich auf den Austausch!
von Anna-Lisa Hecht • 12. März 2025
Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als den Frühling, um nicht nur die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, sondern auch die inneren Muster und Gewohnheiten zu überdenken. Unsere Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Alltags und beeinflussen, wie wir unsere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit einsetzen. Doch nicht alle Gewohnheiten, die wir uns im Laufe der Zeit aneignen, bleiben für immer hilfreich. Das bewusste Überdenken und Loslassen alter Gewohnheiten kann Raum für Neues schaffen, sondern stärkt auch unsere mentale Klarheit und fördert persönliches Wachstum. Ähnlich wie ein vollgestopfter Kleiderschrank, der uns den Blick auf die Lieblingsstücke versperrt, können alte Gewohnheiten verhindern, dass wir neue und bessere Routinen etablieren. Indem wir uns von diesen Altlasten befreien, gewinnen wir die Freiheit, unsere Ziele mit frischem Elan zu verfolgen und eine tiefere Verbindung zu unserem eigenen Potenzial zu entwickeln. In diesem Artikel zeige ich dir fünf effektive Strategien, wie du dich von alten Gewohnheiten verabschieden und Platz für Veränderungen schaffen kannst – sowohl mental als auch in deinem Alltag. 1. Selbstreflexion: Was hält dich zurück? Bevor du Veränderungen angehen kannst, ist es wichtig, die alten Muster zu erkennen. Nimm dir Zeit, um bewusst zu analysieren, welche Gewohnheiten dir nicht mehr guttun. Journaling oder ein Gespräch mit einer Vertrauensperson können dabei helfen, Klarheit zu gewinnen. 2. Visualisierung eines neuen Kapitels Stell dir vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn du die alte Gewohnheit loslässt. Male dir aus, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen. Diese positive Visualisierung kann motivieren und dir den ersten Impuls geben, die Veränderung zu starten. 3. Setze kleine, erreichbare Ziele Gewohnheiten ändern sich nicht über Nacht. Alles auf einmal zu verändern, funktioniert nicht. Nimm dir kleine Ziele vor oder teile große Ziele in kleine, machbare Schritte auf. 4. Platz für Neues Eine neue Routine kann helfen, alte Muster zu ersetzen. Zum Beispiel kannst du negative Gedanken durch tägliche Dankbarkeitsübungen umwandeln. Jede kleine, bewusste Änderung in deinem Alltag kann langfristig große Wirkung zeigen. 5. Schaffe Platz – physisch und emotional Unordnung im Außen spiegelt oft Unordnung im Inneren wider. Durch das Aufräumen deines Umfelds kannst du auch mental Klarheit schaffen. Spende Altes, das du nicht mehr brauchst, und schaffe Platz für Neues – sowohl in deinem Zuhause als auch in deinem Kopf. Zum Schluss noch ein Gedanke: Der Frühjahrsputz für den Kopf ist kein einmaliger Prozess. Es ist eine bewusste Entscheidung, immer wieder loszulassen, was dich nicht mehr erfüllt, und Raum für Wachstum und Veränderung zu schaffen.
Neuanfänge
von Anna-Lisa Hecht • 9. Januar 2025
Der Februar ist ein Monat des Übergangs und der Erneuerung. Während der Winter langsam dem Frühling Platz macht, haben wir die Gelegenheit, über unsere eigenen Neuanfänge nachzudenken. Der Dry January, die Januar-Challenges und die guten Vorsätze sind für die meisten vorbei – mehr oder weniger konsequent umgesetzt. Nach dem Jahreswechsel ist der Februar der etwas „leisere“ Neustart für viele und damit auch eine Chance, Veränderungen wirklich nachhaltig zu gestalten. Die Bedeutung des Neuanfangs Ein Neuanfang kann auf viele Arten erfolgen: sei es durch das Setzen neuer Ziele, das Überwinden alter Gewohnheiten oder das Finden neuer Inspirationen. Veränderungen können beängstigend sein und Unsicherheiten auslösen, aber sie bieten auch die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und neue Wege auszuprobieren. Wie lässt sich das einfach und erfolgreich gestalten? Eine simple Übung, die ich gerne in Retros nutze, kannst du gut für deine individuelle Reflexion vor deinem Neuanfang nutzen: Start-Stop-Continue. Was sind deine konkreten 1-2 Ziele, die du erreichen möchtest? Zeichne dir eine Tabelle mit den drei Kategorien Start, Stop, Continue und reflektiere deine Routinen und dein Verhalten: • Start : Was sind maximal 3 Dinge, die du in den nächsten Wochen starten möchtest, um deinen Zielen näher zu kommen? Werde möglichst konkret dabei! • Stop : Was sind Dinge, die du nicht mehr machen möchtest? • Continue : Was möchtest du unbedingt beibehalten, weil es dir bereits heute guttut oder hilfreich ist? Überlege dir abschließend, wer dich ggf. bei diesen Schritten unterstützen kann. Diese simple Übung kann dir helfen, deinen Neustart erfolgreich umzusetzen. Insbesondere, wenn du sie regelmäßig (zum Beispiel quartalsweise) machst, kannst du dich so immer auf die nächsten konkreten Schritte konzentrieren und reflektieren, was bereits gut funktioniert und dich wirklich weiterbringt. Wichtig dabei: Sei nicht zu streng mit dir, wenn nicht alles sofort klappt. Es erfordert sicher etwas Übung, sowohl die Ziele als auch deine Schritte so zu formulieren, dass sie konkret genug, gut umsetzbar und messbar sind. Es ist normal und völlig in Ordnung, wenn nicht alles sofort funktioniert. Außerdem: Es ist in Ordnung, sich Unterstützung zu suchen, wenn du das Gefühl hast, dass es dir damit leichter fällt, diese Veränderungen umzusetzen. In manchen Fällen kann das ein*e Partner*in, Freund*in, Familie sein oder vielleicht auch eine Mentor*in oder Coach. Ein Neuanfang muss nicht kompliziert sein. Mit klaren Zielen und der einfachen Start-Stop-Continue-Übung kannst du den Februar nutzen, um Veränderungen in deinem Leben erfolgreich und nachhaltig zu gestalten. Egal, ob es sich um kleine oder große Veränderungen handelt – jeder Schritt in Richtung deiner Ziele ist ein Erfolg. Und denk daran: Es ist in Ordnung, Unterstützung zu suchen und auf dem Weg zum Erfolg geduldig mit sich selbst zu sein.
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